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Kernkonzept stellt L4Re Micro Hypervisor für embedded Automotive-Systeme vor

Die Kernkonzept GmbH bringt den L4Re Micro Hypervisor auf den Markt, der auf der embedded world 2023 auf ARMv8-R als Autoware-Demonstrator erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Dresden, 13. Januar 2024 - Die Kernkonzept GmbH bringt den L4Re Micro Hypervisor auf den Markt, der auf der embedded world 2023 auf ARMv8-R als Autoware-Demonstrator erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die Erweiterung der L4Re Hypervisor-Familie bietet eine skalierbare Lösung, die sowohl AArch32 und AArch64 als auch MPU-basierte Systeme unterstützt. Ausführlichere Informationen bietet ein neu veröffentlichtes Whitepaper.

Die Automobilindustrie steht vor einem bedeutenden Wandel, da Software eine immer wichtigere Rolle bei der Definition des Produktwertes spielt. Als Antwort auf die sich wandelnden Anforderungen der Branche hat Kernkonzept den L4Re Micro Hypervisor entwickelt, der sich der Herausforderung stellt, die sich aus der Verbreitung elektronischer Steuergeräte (ECUs) und der wachsenden Bedeutung sicherheitskritischer Softwarefunktionen gemäß der ISO 26262-Norm ergibt.

Da die Zahl der einzelnen Steuergeräte in Fahrzeugen immer weiter steigt, suchen Entwickler von Automobilsoftware nach einer Möglichkeit, Kosten, Gewicht und Platzbedarf durch zentralisierte Datenverarbeitung zu reduzieren. Der quelloffene, Mikrokernel-basierte L4Re Micro Hypervisor bietet eine praktische Antwort auf diese Probleme, da er die Konsolidierung mehrerer Steuergeräte zu sogenannten „zonalen Controllern“ ermöglicht.

„In der Automobilindustrie ist die Virtualisierungstechnologie zu einem Muss geworden, um die notwendigen Trennungsmöglichkeiten nach einzelnen Workloads zu gewährleisten. Kernkonzept spielt in dieser Landschaft eine entscheidende Rolle, und der L4Re Hypervisor hebt sich als Alleinstellungsmerkmal ab. Besonders hervorzuheben ist seine Skalierbarkeit, die von leistungsstarken CortexA-Prozessoren bis hin zur Echtzeit-Implementierung des CortexR52 reicht“, sagt Bernhard Rill, Arm Director Automotive Partnerships.

Automobilhersteller, aber auch eine Vielzahl anderer Branchen, werden von den Vorteilen des neuen L4Re Micro Hypervisors profitieren:

  • Kosteneffizienz: Durch die Konsolidierung mehrerer Steuergeräte zu "zonalen Controllern" reduziert der L4Re Micro Hypervisor die durchschnittlichen Kosten pro Funktion erheblich und bietet damit einen kosteneffizienten Ansatz für die Automobilindustrie.
  • Optimierung von Raum und Gewicht: Die Rationalisierung von Rechenressourcen führt zu einer Verringerung des Platzbedarfs und des Gewichts, was praktische Vorteile bei der Entwicklung und Herstellung von Fahrzeugen bietet.
  • Virtualisierungslösungen für gemeinsam genutzte Ressourcen: Angesichts der zunehmenden Anzahl von Anwendungen, die sich Rechenressourcen teilen, bietet der L4Re Micro Hypervisor eine optimale Virtualisierungslösung, die in echtzeitkritischen Umgebungen störungsfrei und sicher arbeitet.
  • Störfreiheit: Die Fähigkeit des Hypervisors, ein gemeinsam genutztes System zu partitionieren, sorgt dafür, dass sich verschiedene sicherheitsrelevante Funktionen nicht gegenseitig stören, und entspricht damit den Best Practices der Branche für sicherheits- und echtzeitkritische Anwendungen.
  • Nahtlose Integration: Die Nutzung des L4Re-Betriebssystems und des Hypervisor-Frameworks ermöglicht die nahtlose Bereitstellung von Anwendungen mit minimalen Änderungen über das gesamte ARMv8-R-Spektrum hinweg und bietet den Benutzern Flexibilität und Anpassungsfähigkeit.

„Der L4Re Micro Hypervisor setzt einen neuen Standard in der Virtualisierungstechnologie, er bietet einen sicheren Upgrade-Pfad und minimiert den Aufwand und die Zeit für die Zertifizierung. Seine Vielseitigkeit, von kleinen sicherheitskritischen Systemen bis hin zu Cloud-Server-Virtualisierungsszenarien, macht ihn zu einer wertvollen Lösung für Branchen, die auf ARMv8-R-Technologie angewiesen sind“, sagt Dr.-Ing. Adam Lackorzynski, CTO von Kernkonzept.

Kernkonzept hat kürzlich ein umfassendes Whitepaper veröffentlicht, das die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des L4Re Micro Hypervisors in der Automobilindustrie für die Virtualisierung auf MPU-basierten Prozessoren untersucht. Das von CTO Adam Lackorzynski und Senior Software Engineer Jan Klötzke, die maßgeblich an der Entwicklung der Software beteiligt waren, verfasste Whitepaper gibt wertvolle Einblicke in die Möglichkeiten und das Potenzial des L4Re Hypervisors. Das Dokument steht auf der Website von Kernkonzept zum Download bereit.

Kernkonzept ist ein Spezialist für sichere Virtualisierungs- und Betriebssystemtechnologie, mit Kunden, die komplexe Softwareprodukte für sicherheits- und missionskritische Anwendungen entwickeln, welche oft Zertifizierung oder Akkreditierung erfordern.

Auf der Grundlage der Open-Source-Technologie L4Re – einer Mikrokern-basierten Betriebssystem- und Hypervisor-Plattform – entwickelt Kernkonzept Systemlösungen mit einer minimalen Angriffsfläche, Echtzeitfähigkeiten und Virtualisierungsunterstützung, bis hin zum für GEHEIM und NATO SECRET zugelassenen Produkt L4Re Secure Separation Kernel VS und dem nach Common Criteria EAL4+ rezertifizierten L4Re Secure Separation Kernel CC.

Durch den Einsatz der zertifizierten und erprobten L4Re-Technologie können Kunden die Zertifizierung ihrer eigenen Produkte erheblich beschleunigen – und damit Zeit, Kosten und Risiko deutlich reduzieren. Kernkonzept passt diese Lösungen an die spezifischen Anforderungen des Automobil-, Hochsicherheits- und Embedded-Marktes an und unterstützt Kunden mit umfassender, individueller Architekturberatung und Entwicklung. Die Kernkonzept GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen mit Sitz in Dresden.

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